CT 2010 – Highlights
Es ist uns auch in diesem Jahr wieder gelungen eine erlesene Faculty von hochrangigen Experten für den Kongress zu gewinnen.
Eine der sicherlich herausstechenden Highlights der Veranstaltung war die Live-Demonstration einer Herz-Perfusions-Untersuchung, die in dieser Form Premiere hatte. Eine Belastungsuntersuchungen des Myokards mit Adenosin, wie sie in der Magnetresonanztomographie regelhaft durchgeführt wird, ist eine absolute Innovation in der Computertomographie. Dem Publikum konnte der Ablauf einer solchen vergleichsweise leichtfertigen Untersuchung bei einem Patienten demonstriert werden, was den berechtigten Eindruck hinterließ, dass eine solche Untersuchungen in Zukunft einen höheren Stellenwert in der kardialen Diagnostik erhalten könnten.
Bei der Face off Sitzung traten wieder bekannte Vertreter der Post-Processing Industrie gegeneinander an. In diesem Jahr mussten sie sich jedoch nicht nur an den klassischen Fragestellungen der Nachverarbeitung wie virtuelle Koloskopie und Koronarangiographie beweisen, sondern wurden aufgefordert ihr Können bei der Nachverarbeitung eines Datensatzes aus der Onkologie unter Beweis zu stellen. Die Untersuchung solcher Patienten gehört zum Tagesgeschäft nahezu aller Röntgeneinheiten mit Computertomographie, jedoch stellt die Nachverarbeitung solcher Datensätze die höchsten Ansprüche an Workstation und Software. Die Leistungsfähigkeit wurde durch die verschiedenen Vertreter eindrücklich unter Beweis gestellt, gleichzeitig aber auch offengelegt, dass weitergehende Entwicklungen erforderlich sein werden, um dem klinischen Bedarf in Zukunft gerecht zu werden.
Neben den zahlreichen wissenschaftlichen Präsentationen und klinischen Übersichtsvorträgen in dem abwechslungsreichen Programm war zudem der Vortrag über die computertomographische Untersuchung der Nophretete ein besonders unterhaltsames Highlight. Offenkundig wurde bei der Vorstellung, welches Potential die Computertomographie über die Patientenversorgung hinaus besitzt, forensische und archäologische Diagnostik zu betreiben. Auch wenn dieser Vortrag sicherlich keinen unmittelbaren Einfluß auf die Arbeit der Kollegen im Auditorium habe dürfte, so hat er doch sicherlich nachhaltigen Eindruck über die generelle Leistungsfähig der Computertomographie hinterlassen und ist seinem Anspruch auf Fortbildung im kulturellen Sektor sehr ansprechend nachgekommen.
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